Sich selber sehen möchte die Welt. Aus dem Nachlass von Inger Christensen 01.03.22 in Berlin, Haus für Poesie

Dienstag 01.03.22
Einlass: 19.00, Beginn: 19.30
Haus für Poesie, Knaackstr. 97, 10435 Berlin

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Informationen

Inger Christensen (geboren 1935 in Vejle, gestorben 2009 in Kopenhagen) war und ist gewiss die Dichterin der letzten Jahrzehnte, die gemeinsam mit Friederike Mayröcker am meisten verehrt wird. Niemand, der dabei war, wird ihre Lesungen vergessen, das weiche Deutsch, die leichte, sich hebende Sprachmelodie. Das beschwörende „die aprikosenbäume gibt es, die aprikosenbäume gibt es“. Nicht allein mit ihren Texten, auch mit ihrer Stimme stellte sie ihre Fragen an die Welt, buchstabierte sie das „alfabet“ der Erkenntnis. Zu hören ist sie auf vielen Aufnahmen, u.a. auf lyrikline.org, zu lesen in schönen Bänden, die vor allem im verdienstvollen Kleinheinrich Verlag herausgegeben wurden.

Gedichte, Erzählungen und Essays aus dem Nachlass versammelt ein Band, den Klaus-Jürgen Liedtke im Kleinheinrich Verlag jüngst veröffentlichte: „Sich selber sehen möchte die Welt“, mit Bildern von Olav Christopher Jenssen. Etliche der Texte schrieb sie auf Deutsch, andere hat Klaus-Jürgen Liedtke nun übersetzt.

Eröffnet wird der Band programmatisch mit Texten an Thomas Kling und Oskar Pastior: „Tote sprechen mit anderen Toten“, beschlossen mit Moments musicaux: Messiaen, Bach, Schubert, Strawinsky lösen Momente der Erinnerung aus. Um Erinnerung, um Archiv und um Weiterwirken wird es in Gespräch und Lesung gehen. Der Herausgeber des Bandes Klaus-Jürgen Liedtke, Peter Borum, der Sohn von Inger Christensen und Hüter ihres Nachlasses, sowie die DichterInnen Daniel Falb und Mette Moestrup lesen Texte und sprechen mit Maren Jäger darüber, wie einflussreich das Werk von Inger Christensen für ihr Schreiben war und ist.

Mit freundlicher Unterstützung der Königlich Dänischen Botschaft und ECHOO Konferenzdolmetschen

Mit: Inger Christensen

Künstler


Inger Christensen