18.05.22
Tickets Eine Runde Sache, Im Gespräch mit Tania Martini und  Noam Brusilovsky in Berlin
Studio LCB mit Tomer Gardi

Eine Runde Sache Im Gespräch mit Tania Martini und Noam Brusilovsky 18.05.22 in Berlin, Literarisches Colloquium Berlin e.V.

Mittwoch 18.05.22
Einlass: 19.30, Beginn: 18.30
Literarisches Colloquium Berlin e.V., Am Sandwerder 5, 14109 Berlin

Tickets zu Eine Runde Sache Berlin

PreiskategoriePreisAnzahl 
regulär8,00 € 
ermäßigt* 5,00 € 

Informationen

WICHTIG

Bitte beachten Sie: 
Im Haus gilt ab sofort wieder die 3G-Regel: Für die Teilnahme an allen LCB-Veranstaltungen benötigen Sie entweder einen tagesaktuellen negativen Test oder einen Nachweis über eine vollständige Impfung (mindestens 2 Wochen zurückliegend) oder einen Nachweis über Ihre Genesung (nicht älter als 3 Monate). Im Innenbereich besteht darüber hinaus die Pflicht zum Tragen einer Atemschutzmaske, auch während der Veranstaltungen auf den Sitzplätzen. Im Außenbereich sind keine Masken notwendig. Haustiere dürfen nicht mit zu unseren Veranstaltungen gebracht werden.


Danke für Ihr Verständnis und Ihre Unterstützung! 

Hinweise zum Besuch der Veranstaltungen


MITTWOCH | 18. Mai | 19.30 Uhr

Eine runde Sache

Studio LCB mit Tomer Gardi

Gesprächspartner·innen: Tania Martini, Noam Brusilovsky

Moderation: Katharina Teutsch


Vor Ort 


Als Tomer Gardi beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt aus seinem Roman »Broken German« (Droschl, 2016) las, war die Jury gespalten. Ist das noch Deutsch?, wurde Jahr 2016 gefragt. Darf man so etwas zur Literatursprache erklären? In diesem Jahr hat Tomer Gardi mit »Eine runde Sache« (Droschl, 2021) den Preis der Leipziger Buchmesse gewonnen. Das Buch besteht aus zwei Teilen, die zusammen alles andere als eine runde Sache ergeben. Erst wird darin nämlich ein jüdischer Autor mit der Flinte durch den deutschen Wald gejagt. Dann wird ein bissiger Schäferhund mit einem Sex Toy gezähmt. Und schließlich wird im zweiten, aus dem Hebräischen übersetzten Teil des Romans das Leben des indonesischen Malers Raden Saleh erzählt, der im 19. Jahrhundert an verschiedenen europäischen Höfen Karriere machte. In unterschiedlichen Sprachen, Genres und Stilen geht es um die Frage des Fremdseins – einmal die Fremdheit des Migranten ebenso wie die genuine Fremdheit des Künstlers. Tomer Gardi, der kein Muttersprachler ist, erfindet dabei die deutsche Sprache neu in einem zauberhaft fehlerhaften Stil. Mit ihm diskutieren die Journalistin Tania Martini und der israelisch-deutsche Theaterregisseur Noam Brusilovsky. In seinem Pressekommentar zur Preisverkündung schrieb der derzeitige PEN-Präsident Deniz Yücel, die Entscheidung der Jury sei „ein Alptraum für Oberstudienräte und andere Leute, die ihren Stolz auf Dichter und Denker dieses Landes vor sich hertragen, ohne sie je gelesen zu haben“. Ob das stimmt und falls ja, weshalb, erfahren sie im Studio LCB. Sendedatum: 28. Mai 2022, 20.05 h. 


Eintritt 8 € / 5 €.



Bildnachweis: 

© Shiraz Grinbaum