Norbert Gstrein »Im ersten Licht« Der Autor im Gespräch mit Christina von Braun 18.03.26 in Berlin, Li-Be in Moabit
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Bücher aus dem Krieg gibt es viele. Bücher über den Krieg, in denen der Schrecken der Schützengräben möglichst anschaulich gemacht werden soll. Bei Norbert Gstrein hingegen steht zunächst nur ein Haus mit einem Garten an einem See. Dort halten sich, wie der noch jugendliche Protagonist Adrian feststellt, Invaliden auf, junge Männer, kaum älter als er, deren Gesichter im Krieg so stark in Mitleidenschaft gezogen wurden, dass sie nicht mehr vorzeigbar sind. Adrian selbst wurde von seinem Vater untauglich gemacht für eine Teilnahme am Krieg, er war nicht dabei, ist verschont geblieben und das verfolgt ihn sein Leben lang genau wie die Gesichter der invaliden Gleichaltrigen. Dieses über achtzigjährige Leben beschreibt Norbert Gstrein in seinem fantastischen, großartigen, wunderbaren, herzergreifenden (you name it!) neuen Roman - der, wie sollte es denn anders sein, nach der zerstörten k.u.k Welt, dem verlogenen Österreich des Anschlusses, der Orientierungslosigkeit der Nachkriegsjahre noch eine zarte, fast übermütige Liebesgeschichte in den Downs bereithält. Über das Leben, das Sterben und das Davongekommensein spricht Norbert Gstrein mit Christina von Braun.
Norbert Gstrein »Im ersten Licht«, Hanser 2026